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Mein Twitter und wie ich es erlebe

Mein Twitter und wie ich es erlebe

 

 

 

Sicherlich habt ihr euch auch schon Gedanken, über euer Twitter gemacht. Zumindest manche von euch, kenne ich mittlerweile so gut, das ihr nicht nur euren Scheiß in diese Plattform rotzt, sondern euch Gedanken dabei macht. Wer mich auf Twitter erlebt, bekommt einiges geboten. Am meisten mich selbst. Was selbst für mich etwas krass ist, wenn ich so alle Tweets von mir lese. Sie spiegeln doch die meisten Facetten meines ich’s wieder. Ich fand das ziemlich spannend.

 

 

Macht das mal. Nehmt euch die Zeit und lest eure eigenen Tweets mal so durch, als würdet ihr auf eine andere Person schauen. Bildet euch eure Meinung und vergleicht das dann, mit eurer Vorstellung von euch selbst. Das ist wirklich sehr interessant und zeigt euch manche Dinge, die ihr so nie wahr genommen hättet. Mir ging es so und ich hatte, doch so die eine oder andere Erkenntnis. Ich finde es auch überaus toll, mit was für Personen ich so interagier. Ich umgebe mich hauptsächlich mit Frauen, der Männeranteil ist ziemlich gering. Da sind nur wenig ausgewählte, mit denen ich regelmäßig kommuniziere. Auch flirte ich hier hauptsächlich mit Frauen. Irgendwie abgefahren, ist es im echten Leben doch gerade andersherum. Ich bin auch nicht lesbisch im eigentlichen Sinne, ich bin Bi und mir ist es schlicht egal mit welchem Geschlecht ich mein Bett teile. Es ist beides wunderbar. Das ich hier auf Twitter diese Seite mehr auslebe, liegt schlicht daran das ich im Real Life kaum dazu komme mit Frauen zu flirten. Ich bin ja auch in einer festen Beziehung mit einem Mann.

 

Was mir wirklich zu denken gab und mich überraschte, ich bin voll nett. Also nicht das ich das nicht auch so wäre, aber halt nicht in dem Ausmaß. Viele Menschen in meiner Umgebung, gehen mir meist auf die Nerven und so hab ich, oftmals nur zu meinem kleinen Kreis Kontakt. Hier auf Twitter ist das anders. Da schreibe ich mit Gott und der Welt. Immer respektvoll, zumindest versuch ich es und habe, immer den Menschen dahinter im Köpfchen. In meinem Leben ist das oftmals völlig anders. Ich komme z.B. im Leben kaum mit anderen Frauen klar. Hab meine beste Freundin und einige Bekannte, das war es eigentlich was den weiblichen Part betrifft. Ich war schon immer eine, die mit Männern besser klar kam als mit Frauen, so gestaltet sich auch mein Freundeskreis. Auf Twitter ist das genau das Gegenteil. Ich liebe meine TL und ich liebe die Menschen darin. Menschen richtig gelesen! Nicht Nicks oder Accounts, nein Menschen! Ich lese euch tatsächlich genau und lerne euch jeden Tag besser kennen, zumindest das was ihr zulasst. Ob bewusst oder unbewusst. Ich liebe es mit euch zu diskutieren, Witze zu machen bis mir der Bauch weh tut, vor lachen. Ich liebe es mit euch Porn Gifs auszutauschen, bis ich es fast schon nicht mehr aushalte und nervös hin und her rutsch und liebe den Gedanken, das wir damit die Mitleser in den Wahnsinn treiben. Ich liebe es mit euch im DM Fach über all die Kackbratzen abzulästern, die mal wieder sehr dumme Dinge schreiben. Ich liebe es, wenn wir uns verbünden, gegen all die Möchtegerntwitterer die nur da sind, um sich selbst darzustellen. Oder die selbsternannte Twitter Elite und ihre Arschkriecher, die anderen ihre Meinung aufzwängen wollen und wir Ihnen gemeinsam, den Mittelfinger zeigen. Ich liebe es euch ein Herz dazulassen, wenn es euch nicht gut geht, oder einfach nur weil ich euch toll finde. Ich glaube ich kann heute schon sagen: Dieses Twitter, hat mich zu einem besseren Menschen, im wahren Leben gemacht.

 

 

Gestern schrieb mir ein Mann. Er folgte mir von Anfang an und ich ihm. Wir hatten, außer ein paar Likes und gegenseitiges lesen, nicht viel voneinander. Er schrieb, das er dieses Twitter jetzt eine Weile versucht hat und zur Überzeugung kam, das dies nicht das war, was er gesucht hatte, bzw. er könnte mit all dem nichts anfangen und würde sich abmelden. Erst war ich stutzig, wieso er gerade mir das schrieb, vor allem ob und was ich darauf antworten solle. Ich bin da ja völlig anderer Meinung und kann aus meiner Sicht nicht verstehen, warum er Twitter nicht gut findet. Ich versuchte ihn zu verstehen, las seine TL. Dachte über mich selbst nach und stellte fest, dass ich wohl als einzige nett war zu ihm. Das war nicht schwer, war er doch einfach nur ein armer Tropf, der um etwas Anerkennung gebuhlt hatte. Ich hatte ihn zumindest ernst genommen. Ich schrieb ihm nach einiger Zeit und etwas nachdenken doch zurück. Ich sagte ihm, das ich das sehr schade finde, dass es ihm so ergangen ist und ich froh bin, dass es mir gelungen ist, hier mein Glück zu finden. Ich wünschte ihm, das er trotzdem sein Glück finden würde, oder zumindest das wonach er sucht. Ich wünschte ihm ein langes, erfülltes und schönes Leben und meinte das auch so. Warum ich das gemacht habe? Weil das kein X-Beliebiger Account war, sondern ein Mensch. Wie wir alle! Mit Gefühlen, Träumen und seiner ganz eigenen, persönlichen Lebensgeschichte. Das vergessen viele hier oftmals. Denkt doch einfach mal daran, wenn ihr wieder mal so arschig seid, oder meint irgendjemand anzupissen, weil die Person nicht eurem Meinungsbild entspricht. Denkt daran, das dies nicht einfach nur das Internet mit irgendwelchen Accounts ist, sondern das hinter jedem Account, ein Mensch sitzt. Mit Gefühlen, Gedanken und einem richtigen Leben.

 

 

Ich liebe mein Twitter. Ich möchte es nicht mehr missen. Ich möchte euch nicht mehr missen. Nur manchmal, ganz selten hasse ich es auch, weil es immer diese bösen, dummen Menschen gibt, die es immer versuchen werden, euch das zu verderben. Ich für meinen Teil habe hier meine Lieblinge. Auf die konzentriere ich mich und bin trotzdem dankbar über jeden neuen, netten Menschen dem ich hier begeben darf. Lasst die Idioten nicht eure TL beherrschen. Bleibt menschlich und vor allem respektvoll!

 

Grüße gehen raus an euch alle.

 

*zwinkizwonki* und 🤗😘

 

Kuss

 

Julia

 

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