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Überall lächelnde Gesichter, alles Freunde von mir!

 

 

 

 

Es gibt Tage, da bin ich anders. Verschlossen, nachdenklich, in mich gekehrt. Ich sehe all die Fröhlichkeit und die netten Menschen, doch kann ich an solchen Tagen, nicht viel damit anfangen. Ich denke nach, über mich und alles vergangene. Ich denke nach, wie ich und wer ich eigentlich bin. Bin ich, Ich? Mir ist das sehr wichtig, denn dem letzten Menschen dem ich was vormachen möchte, bin ich selbst. So mahlten die Gedankenmühlen den ganzen Morgen schon und ich entschloss mich kurzfristig, dies hier zu schreiben. Ja, euch daran teilhaben zu lassen. Warum auch nicht. Ich liebe euch!

 

 

Ich würde gestern gefragt, was ich fühle und ich mir wünsche? Diese Frage kam unerwartet und etwas aus dem vorigen Kontext gerissen. Ich dachte nicht lange drüber nach und antwortete: Ich fühle Liebe und habe im Moment alles, was ich mir wünsche. Ich bin also glücklich.

 

 

Ich schlief unbesorgt eine Nacht darüber, ohne wirklich gedanklich damit beschäftigt zu sein. Doch wie es mit dem Verstand oft ist, ratterten die Gedanken im Hintergrund weiter. Bin ich glücklich und warum ist das so? Warum sind die bösen Dämonen gänzlich verschwunden? Mach ich mir was vor? Als ich wach war, wurde mir einiges klar. Zumindest was mich und mein jetziges Dasein betraf. Ich bin tatsächlich überglücklich und einen großen Anteil daran habt ihr! Ich die Anti Sozial Media Tante, wurde mir bewusst, wie sehr Twitter ein Teil von meinem Leben geworden ist. Besser gesagt, die Menschen dahinter, die mich gefangen haben und mich seither nimmer loslassen.

 

 

Ich habe mich mit Twitter in eine Welt geflüchtet, die ich da draußen im RL gerne gehabt hätte. Ich machte das nicht total berechnend, ich suchte schon auch etwas, ich bin nicht einfach so hier reingerutscht, wie ich es eigentlich von mir dachte. Ich habe bewusst Menschen gesucht, die mir ähnlich sind, die ebenso dachten wie ich. Ich wollte mich austauschen. Ich die kleine sexhungrige Nymphomanin, aus einem kleinen hochgläubigen und konservativem Dorf. Ich wollte nicht nur mich und meine Freundin haben, die ähnlich denkt. Ich wollte mehr. Ich wusste, da draußen gibt es bestimmt Menschen die ähnlich denken wie ich. Umso krasser war es für mich, tatsächlich nicht nur auf gleichgesinnte, sondern auf Seelenschwestern und Brüder zu treffen. Menschen die nicht nur wie ich dachten, nein, die mir noch was beibringen und meinen Horizont erweiterten konnten. Ich sah das, weil es plötzlich so selbstverständlich war, nie als selbstverständlich an. Ich war und bin unendlich dankbar und glücklich dieses Umstands, aber irgendwie war ich mir selbst nicht bewusst, was dies für einen Einfluss auf mich haben würde. Auf mein Leben, quasi auf alles was ich bin! Dieses Twitter, ihr da in meinem Telefon, beeinflusst mich extrem im richtigen Leben. Beispiele gefällig?

 

 

- Plötzlich erwische ich mich, das ich einer Freundin absagte, weil ich eine wichtige Diskussion auf Twitter über DM hatte. Ich sagte ihr ich müsse arbeiten. Sie hätte es sonst nicht verstanden.

 

 

-Das ich in der Kneipe vor meinem Getränk einfach sitzen bleib, anstatt nach Hause zu gehen und mich mit wichtigeren Dingen zu beschäftigen, wie meinem Freund, den ich einfach hocken lies. Bei mir zuhause, weil ich lieber mit euch an diesem Abend quatschen wollte.

 

 

- Eine Freundschaft zerbrach auf Twitter und ich saß im Büro und heulte, so das mein Chef mich heimschicken wollte. Ich blieb und arbeitete weiter, nachdem ich mir meinen Schmerz von der Seele getwittert hatte.

 

 

- Ich saß im Meeting und war klatschnass und konnte nur noch ans ficken denken, weil NudesfürJulifreitag war. Das war echt heftig, ich war so rattig, ich fand sogar meinen Chef für ne kurze Zeit, in irgendeiner kranken Hirnwindung fickbar. Danke dafür ihr verrückten!

 

 

Das sind nur die Spitzen, der letzten zwei Wochen. Die aber wirklich wichtigen Dinge, passieren im kleinen und fügen sich zum Großen zusammen. Es sind die unmerklichen Dinge, die mit großen Gefühlen verbunden sind, wie:

 

 

-          Wenn ich wiedermal über Annas Profil stolpere und ich am liebsten, durchs Handy springen möchte, ihr meine Zunge in den Hals stecken möchte und ihr zeigen, wie sehr ich sie liebe.

 

 

-          Wenn Herzbeerchen mir fast das Herz zerreißt, weil sie so ein wunderschöner und lieber Engel ist.

 

 

-          Wenn mein 1Horn wieder mit Schwarzlöckchen flirtet und beide so tun, als könnten sie sich nicht leiden.

 

 

-          Wenn Franzi mir einfach mein Höschen klaut

 

 

-          Wenn Kerle die eigentlich Pornodeppen sind, plötzlich lammfromm, liebenswert und eloquent werden.

 

 

-          wenn Clodi mir aus dem nichts sagt, wie toll ich bin.

 

 

-          Wenn plötzlich einer Meiner Lieblings Großaccouts zurückfolgt.

 

 

-          Wenn Sascha, plötzlich aus dem nichts, meine Seele mit seinem Können verzaubert.

 

 

-          Wenn Claudia mich einfach küsst.

 

 

-          Wenn der Herr Aushilfsclint wieder meint, nett zu sein.

 

 

-          Wenn Cherry mich nur geil macht, weil sie einen Tweet von mir faved.

 

 

-          Wenn ich der Mylady und dem Doc bei ihren wunderbaren Unterhaltungen beiwohnen darf.

 

 

-          Wenn Vico einfach die ganze TL bezaubert mit seinem Herz und seinem können.

 

 

-          Wenn Amy von ihrer Einsamkeit und ihrer Sehnsucht schreibt und ich sie umarmen möchte.

 

 

-          Wenn man sich gerade nicht mehr so richtig mag, man aber trotzdem faved, weil es das Herz so will.

 

 

-          Wenn Zwirni mich nur mit einem Zwinkern, scharf macht.

 

 

-          Wenn man mitleidet und mitfühlt, wenn es einem dieser Herzmenschen nicht gut geht.

 

 

-          Wenn man einfach alle Trolle verprügeln will, weil sie wiedermal überhand nehmen.

 

 

-          Wenn mich einfach alle umhauen mit ihrer lieben Art. Einfach so. Ohne etwas dafür zu wollen. Einfach weil sie mich mögen und ich sie einfach zurücklieben darf.

 

 

 

Das ist mein Twitter und mittlerweile mein Leben.

 

Ihr gehört dazu.

 

Zum richtigen Leben.

 

Schalt ich euch aus, seid ihr immer noch in meinem Kopf und in meinem Herz.

 

 

Herzlichen Glückwunsch.

 

 

 

Es ist nicht „nur Twitter", es sind Menschen, Seelen, Herzen.

 

 

Es ist keine Sozial Media Plattform, die mich eingefangen hat.

 

 

Ihr seid es.

 

 

Jede/jeder einzelne von euch.

 

 

Manche lerne ich gerade erst kennen. Wie Pascal, Svenja und einige weitere. Es bleibt spannend und hochinteressant.

 

 

Ich bin bereit.

Ich habe begriffen und verstanden für mich.

Ihr gehört nicht nur in meinen Kopf, oder in das Datenkabel das euch zu mir bringt.

 

Ihr gehört in mein Herz. Ich gehe damit All in.

Ihr seid nicht irgendwelche Accounts, ihr seid Menschen die in meiner Seele fest verankert sind.

 

Für mich wart ihr das schon immer, aber ab heute mehr denn je.   

 

 

Danke für euch!

 

 

Danke das ich bei euch sein darf.

 

 

Eure Julia

 

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