Die Vertrauensfrage

 

 

 

 

Die Tage ziehen ins Land und auch, wenn das Jahr noch jung ist, so bemerkt man das die Luft dünner wird. Der Tag scheint viel zu kurz um alles zu schaffen, was man sich vorgenommen hat. Gespräche werden nur halb und oftmals nicht zu Ende geführt. Wiederum andere bis zum kotzen ausdiskutiert und zerdacht. Ich bin nicht allmächtig und ich kann auch nicht jedem gerecht werden. Ja auch Freunden manchmal nicht. Nicht weil ich nicht will, sondern weil mir schlicht die Kraft fehlt. Ich habe es versucht, wirklich, mit aller Macht. Ich habe versucht stark zu sein. Ich bin stark! Aber auch mir geht ab und an die Puste aus. Meine Nerven liegen blank. Und zwar komplett!

 

 

 

Ich bin nicht blauäugig und mache mir was vor. Ich kann nicht jeden retten, oder warnen. Ich habe es versucht, doch habe ich den Eindruck, umso mehr ich es versuche, umso mehr werde ich scheitern. Warum ich das mache, liegt auf der Hand. Die Menschen bedeuten mir was. Ja ich bin ein regelrechter Menschenfreund. Ich mag meine Herzen auf Twitter. Jede/Jeden einzelnen. Ich habe versucht jeden anzuhören, mit jedem geredet und diskutiert. Versucht zu schlichten, aufzuzeigen, zu erklären. Ja ich habe gekämpft. Teilweise wie ein Berserker. Aber es ist nicht genug. Es reicht nicht und das macht mich traurig und müde. Sehr.

 

 

Da kannst du machen was du willst, noch so rumschreien und den Leuten den Teufel direkt vor die Nase halten, sie schütteln nur den Kopf und laufen sehenden Auges in ihr Verderben. Ich sehe das täglich und ich habe nicht zugesehen. Nein ich habe geschrieben, vernünftig ohne Werten. Nur gezeigt, pass da auf, da kannst du dir ganz arg die Finger verbrennen. Nur das. Doch auch das kostete unendlich Kraft. Vor allem, wenn man an eine Wand redet. Was bleibt ist völliges Unverständnis meinerseits. Ja, auch ich bin nur ein Mensch und wenn ich was mache, dann mache ich das mit Herz und Verstand. Wenn dann meine Bemühungen im Sande verlaufen, dann fühle ich mich Leer. Dann empfinde ich nur noch seelischen Schmerz und fühle mich nutzlos und falsch verstanden. Das gehört auch dazu, ich weiß das, dennoch ist es immer wieder schwer zu verdauen.

 

 

 

Ich habe mich gestern von Twitter abgemeldet, aus einem ganz bestimmten Grund. Ich habe gesehen, wie Leute aus meiner TL wieder anfangen diesem Mobbingaccount und somit dieser Frau dahinter zu folgen. Ich habe Kommentare von Großaccounts gelesen, die meinten ihre diffusen Gedanken zu der Thematik auf Twitter rausrotzen zu müssen. Ich habe Kommentare gelesen wie: "Das ist doch alles Kindergarten, in dem sich ein paar Mädels an den Haaren ziehen!"

 

 

Das liebe Freunde ist nicht nur unfassbar schade, sondern einfach nur dumm.

 

Ich sag euch mal was:

 

 

Es gibt keine zwei Lager die Gegeneinader kämpfen.

 

Es gibt nicht die Guten und die Bösen!

 

Es geht darum, das sich jemand zur Aufgabe gemacht hat, sich über alle zu stellen. Ihre eigene Wertigkeit über Menschen zu stellen.

 

Es geht darum, das diese Person gezielt Menschen um sich geschart hat, um systematisch die Accounts anzugreifen, die ihr nicht in den Kram passen.

 

Es geht darum, dass Menschen sich zusammen geschlossen haben, um dieser perniziösen Person Einhalt zu gebieten.

 

Wir reden hier nicht von Förmchen im Sandkasten klauen, sondern davon, private Daten zu erschleichen bzw. zu erhacken und sie dann gegen andere einzusetzen. Öffentlich und ohne Rücksicht auf Verluste.

 

Wir reden hier von teilweise jahrelanger Gängelung, Diffamierungen bis hinein in das Real Life. Über anprangern und Mobbing. Öffentlich und im versteckten.

 

Ihr wollt immer Beweise und stichhaltige Fakten genannt bekommen. Ich verrate euch mal warum ich das nicht mache:

 

Weil ich nicht die gleiche Schiene fahre. Weil das abstoßend und zu höchstem Maße widerliches Gebaren ist, Screenshots von privaten Unterhaltungen rumzureichen und Dinge aus dem Zusammenhang rauszureißen. Sogar ganze Accounts dafür zu erstellen um Menschen in ein zwielichtiges Licht zu rücken.

 

Da braucht niemand der bei vernünftigen, einigermaßen normalen Verstand ist noch irgendwelche Beweise. Das ist doch schon Beweis genug, das da was nicht richtig läuft.

 

Jeder von euch, zumindest die meisten, haben diesen Account gesehen. Wer das nicht für völlig verwerflich findet und in irgendeiner Weise versteht, bzw. unterstützt, kann meiner Erachtens nach nicht mehr bei Verstand sein.

 

 

 

Ich bin gestern gegangen und heute nur wieder gekommen, weil ich heute Morgen einige E-Mail Nachrichten von Menschen gelesen habe, die mir wichtig sind. Auch anderswo haben mich meine Herzen erreicht und ich habe entschieden, nicht zu gehen. Anders verhält es sich mit Anna, die meine beste Freundin hier ist und meine Seelenschwester. Sie hat alles gelöscht. Auch ihr Blog ist zumindest verschlossen. Ich habe sie gestern im Stich gelassen. Das war mein unverzeihlichster Fehler.

 

Doch ich musste die Reißleine ziehen, da ich sonst einige sehr, sehr dumme Dinge gemacht hätte. Ich bin impulsiv und war gestern Abend nicht mehr Herr meiner Sinne. Wäre ich gestern online geblieben, hätte ich mehr Schaden angerichtet, als verkraftbar gewesen wäre.

 

 

 

Nun stehe ich hier. Keinen Plan wohin und was ich mit mir anfangen soll. Mein Kopf ist leer und meine Kraft am Ende. Meine Herzen verlassen immer mehr das einst so prachtvolle Schiff und ich sehe dem Kahn, der noch übrig ist, zu wie das Wasser immer mehr ins Boots innere schwappt. Ich kann nicht alle retten.

 

Ich kann ja nicht mal mich selbst retten. Aber ich kann auf mein Herz hören und für mich entscheiden, was wichtig ist.

 

 

 

Twitter ist es nicht, aber die Menschen darin.

 

 

 

Meine Menschen!

 

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Kommentare: 3
  • #1

    Shoushou (Mittwoch, 22 Januar 2020 11:24)

  • #2

    nur_mein_herz (Mittwoch, 22 Januar 2020 14:49)

    Hallo Julchen,

    Mir fehlen die Worte

    ❤️

  • #3

    feuerfarb (Mittwoch, 22 Januar 2020 18:16)

    Mit viel Herz liebste Jule! ❤❤❤