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Twitter ein Sammelsurium voller Missverständnisse

 

 

 

 

In den Jahren, in denen ich hier bin hab ich mir schon einige Dinge angeschaut und erlebt, die ich als sehr grenzwertig betrachte.

 

Man lernt und wächst mit der Zeit, wie im wahren Leben auch und man ändert seine Verhaltensweisen und damit auch den eigenen Account.

 

 

 

Ich schreibe oft davon, das Twitter "meine kleine Welt" ist. Das dem so ist, kann man alltäglich bei mir lesen und spüren, denn ich habe mir meinen Account so gebastelt. Ich habe aktiv daran gearbeitet was ich so lesen will und was nicht. Das ist tatsächlich mit etwas Engagement und Zeit verbunden. Warum das von Nöten ist, sehe ich ständig an anderen Accounts.

 

 

Das es natürlich immer auch vorkommt, das ich Dinge lesen und sehen muss, die ich nicht möchte, liegt an den Leuten denen ich Folge. Und daran liegt eigentlich auch schon mein Grundproblem.

 

 

Was mir massiv auffällt, ist das auch viele meiner TL, Leuten blind folgen und sich einen scheiß darum scheren, wer denn so alles hinter den Accounts steckt. Ich hab mich in den vergangenen Monaten sehr intensiv damit beschäftigt, weil ich ja sehr persönlich davon betroffen war.

 

 

Ich fragte mich ständig, warum folgen Menschen, die von sich selbst behaupten, nie jemand was böses zu wollen, einem Account, der offensichtlich und täglich mobbt und andere wahllos diffamiert? Warum folgen Leute die ständig auf Moral und Ethik pochen, einem Account mit rechter Gesinnung? Lesen sie ihn nicht? Und wenn ja, warum folgen sie dann? Lesen sie es und ignorieren es einfach? Was ist der Sinn dahinter?

 

 

Warum folgt man einem Menschen?

 

Bei mir ist es klar und deutlich, weil ich Interesse an diesem habe!

 

Weil ich den/diejenige lesen und aktiv interagieren möchte.

 

Alles andere macht doch absolut null Sinn! Ich begreife nicht, wie jemand über 2000 Leuten folgen kann, ehrlich nicht. Gut, wenn man sie in Listen packt, kann man noch etwas die Übersicht wahren, aber grundsätzlich ist es völliger Schwachsinn! Ich merke das doch bei mir selbst auch. Ich folge knapp 500 Leuten und kann jetzt schon viele nimmer lesen, weil es schlicht zu viele sind.

 

 

Der einzige Grund, warum jemand ungesehen und blind so vielen Leuten folgt, ist schlicht der Sache geschultert, das es ihm nicht um die Menschen geht, sondern darum seinen eigenen Account zu promoten.

Nichts anderes.

Dieser Account hat nur ein Ziel, so schnell und so unkompliziert wie möglich zu einem großen Account zu werden. Reichweite zu generieren.

Wie gefährlich sowas ist, sieht man aktuell an einigen Accounts hier. Das Prinzip ist immer das Selbe. Es werden Semi-Witzige WhatsApp Bildchen geteilt, gepaart mit etwas Empathie für die verstorbene Katze, ein paar Tweets, die einem auf der Toilette beim letzten Stuhlgang eingefallen sind. Dann das, ich folge dir und du dann mir Prinzip und fertig ist der 13K Account, dem alle ungesehen folgen, weil er ja groß ist und man auch ein Stück von dem Followerkuchen abhaben möchte. Bar jeder Ethik und Moral! Bar jeder eigenen Ideologie, die scheinbar beim anmelden auf Twitter, einfach in die Schublade gepackt wird und erst wieder hervorgeholt wird, wenn man wieder zurück im RL ist.

 

Das dass extrem widerlich ist und mein Verständnis weit überflügelt, brauch ich da nicht extra erwähnen.

 

 

"Aber mir geht's doch nicht um die Reichweite, der Typ war ja nett zu mir!" ist im ersten Punkt eine viel gelesene Aussage, die teilweise ja auch stimmt. Allerdings, frage ich mich dann trotzdem ernsthaft, warum man dann, wenn man doch die Tweets dieses Accounts liest, immer noch folgt?

 

 

Es gibt tatsächlich nur eine Erklärung für mich: Es ist dir scheißegal und/oder du teilst die Meinung dieses Accounts.

 

 

Ich hatte wie bereits erwähnt den Fall, dass viele von euch, beispielsweise unseren Mobbaccounts folgten und folgen. Ich verstehe es bis heute nicht und habe mich im Hintergrund, schon sehr oft mit dem einen oder anderen unterhalten. Weil es mich tatsächlich interessiert, weil ich wissen will, wie ich die Aussage einordnen kann: "Ich folge dir weil ich dich mag, warum ich ihnen folge, ist meine Sache!"

 

 

 

Ich verstehe es nicht! Ehrlich nicht und werde es auch nie.

 

Ein jeder Fave, ein jeder retweet, ein jeder Follow, unterstützt die Aussagen und das Tun dieser Accounts.

 

Wie kann ein Mensch, behaupten mich zu mögen und gleichzeitig dem folgen, der mir schon die Vergewaltigung meines ungeborenen Kindes angedroht hat, der mir immer noch öffentlich droht, er würde mich suchen und finden, und dann werde ich schon noch sehen?

 

 

 

Ich verstehe es nicht! Ehrlich nicht und werde es auch nie.

 

Ein jeder Fave, ein jeder retweet, ein jeder Follow, unterstützt die Aussagen und das Tun dieser Accounts.

 

Wie kann ein Mensch behaupten, für eine bunte Welt zu sein. Sich in Tweets dafür einsetzt, rechte Ideologien im Keim ersticken zu wollen und dann gleichzeitig einem Account folgen, der eine rechte Gesinnung hat und das ganz öffentlich tweetet?

 

 

 

Es lässt mich oftmals fassungslos zurück und ich bin wiedermal gezwungen, meine kleine Welt hier einzuschränken. Leuten zu entfolgen und ja, auch zu blocken. So dass ich eben das auf Twitter habe, das mir am wertvollsten ist. Die Menschen zu lesen, die mir im Herzen sind und mit denen ich mich austauschen möchte. Nur so funktioniert das alles für mich. Und solltet ihr einen Tweet lesen, wie beispielweise gestern, wo ich anprangere das ich noch keine 10K Follower hab: Das war ein Witz! Mir ist es egal ob ich 50 oder 50K Follower hab! War es mir schon immer. Mir sind die wichtig, denen ich Folge!! Das ist nämlich meine besagte "kleine Welt!"

 

 

 

Habe Fertig

 

 

 

P.S. Bitte erspart mir die Nachfragen nach Namen und Hintergründe. Ich hab wirklich null Bock, das alles nochmals breitzutreten!

 

 

 

Julia

 

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Kommentare: 2
  • #1

    Shoushou (Donnerstag, 14 Mai 2020 10:13)

    Liebe Julia, ich weiß, dass ich zu denen gehöre, die du mit deinem Post ansprichst. Ich überlasse es dir, Schlussfolgerungen zu ziehen, warum man einem Account folgt. Du siehst es natürlich aus Deiner Sicht. Hier ist meine:

    Ich folge manchen Leuten schon viel länger als dir, ich folge ihnen ,weil sie lustige Tweets erfinden ( überwiegend), dass ich ihnen folge, heißt noch lange nicht, dass ich gutheiße, was sie tun oder denken, ich mag ihre witzigen , spritzigen Gedanken, wenn sie sie äußern.

    Ich mag vieles von dir, aber auch vieles überhaupt nicht- für mich kein Grund zum Entfolgen, denn das was ich mag- darauf warte ich dann wieder.

    Ich mag es nicht, dass du mich mit anderen Menschen auf eine Ebene stellst, nur weil ich ihnen folge. Ich war und bin an "euren" Differenzen nicht beteiligt, ich kenne nur deine Version und habe - schon berufsbedingt- gelernt, mir immer beide Seiten anzuhören. Da ich mich in eure Streitigkeiten nicht einbeziehen lassen möchte, unterlasse ich es aber, bei der "anderen Seite" nachzufragen. Es geht mich nichts an- und ja dazu stehe ich.

    Menschen, die wie ich schon 10 Jahre dabei sind, lassen sich nicht "vorschreiben", wem sie zu folgen haben. Ich folge, wem ich will, so wie du auch. Wenn mir wirklich mal ein Missgeschick passiert ( hatte schon mal einen Pädophilen und das anfangs nicht bemerkt), dann bin ich für Hinweise dankbar.

    Persönliche Differenzen und Krisen zwischen anderen nehme ich dafür jedenfalls nicht zum Anlass. Du hast immer die Wahl, mir zu entfolgen, ich verübel dir das nicht . Folgen ist hier keine Zwangsveranstaltung.

    Und ich wiederhole mich: ich mag dich, deine quirlige offene Art, dein Verständnis vom Leben. Deine Betroffenheit, wenn andere nicht deinem Rat folgen, jemandem zu entfolgen, finde ich hingegen inzwischen unangenehm.

    Herzlichst Shoushou

  • #2

    T. (Donnerstag, 14 Mai 2020 10:26)

    Das ist genau der Grund warum ich meinen alten Acc vor zwei Monaten gelöscht habe. Zum Schluss habe ich zu viele Tränen vergossen, weil man einfach vergessen wurde, je mehr Follower der andere bekam. Ich fange wieder bei null an und überlege 2x wem ich folge. Jetzt bin ich so lange weg und es ist noch nicht mal aufgefallen.. das bestärkt mich darin, mich nie wieder bei Twitter jemanden zu öffnen oder zu freundschaftlich umzugehen. Ich bleibe für mich, schreibe meine Gedanken auf, bleibe höflich und verteile meine Herzen der Rest interessiert mich nicht mehr. Es tut zu sehr weh, jemanden näher an sich ranzulassen um dann mit der Zeit ignoriert zu werden